Der Kiefer und Yoga

Probleme mit Zähneknirschen? Yoga nimmt Stress und Verspannungen

Verspannungen und nächtliches Knirschen – wenn der Kiefer Probleme bereitet, wirkt sich das negativ auf das Wohlbefinden aus. Für die vielfältigen Symptome des Kiefers gibt es wenige Therapien. Welche Ursachen dahinterstecken und wie Yoga darauf Antworten für deinen Alltag liefert, erfährst du heute.

Kieferverspannungen, Kieferschmerzen und Zähneknirschen: Der Kiefer und die Ursachen

Die überraschende Nachricht vorweg: In den meisten Fällen sind Störungen in diesem Bereich psychosomatisch, also kein alleinig physisches Problem. Die Ursachen liegen in unserem Alltag. Der Hauptverantwortliche ist – wie so oft – Stress. Aber auch ungelöste Probleme, Sorgen und Ängste lassen uns „die Zähne zusammenbeißen“. Gerade hier bietet Yogatherapie eine Lösung, das Problem ganzheitlich und an der Wurzel anzugehen!

Der Kiefer besteht aus einem Gelenk. Mit seiner Kapsel, seinen Bändern, der Gelenkpfanne und dem Gelenkkopf führt er verschiedene Bewegungen mithilfe von verschiedenen Muskeln aus. Es gibt allerdings eine Besonderheit: Die Muskeln werden alle von einem der zwölf Hirnnerven enerviert.

Die Hirnnerven entspringen nicht dem Rückenmark, sondern bilden eine direkte Verbindung zwischen Hirn und den Kopf- und Halsbereichen, denn: Der Mundbereich spielt eine essenzielle Rolle in unserem Leben, von der Nahrungsaufnahme bis hin zur Kommunikation. Die direkte Verbindung mit den Hirnnerven dient der Versorgung und Steuerung. Stress und Sorgen übertragen sich direkt mit. Tagsüber angesammelt, zeigt sich das durch Verspannungen und nächtliches Knirschen.

Manuelle Therapien bringen oft nur kleine Erfolge, weil sie die Symptome bekämpfen, ohne die psychische Ursache zu behandeln. Yoga ist an dieser Stelle eine ideale Möglichkeit der ganzheitlichen Behandlung, es wirkt körperlich und mental.

Mit Yoga Kieferverspannungen lösen

Um Probleme des Kiefers mithilfe von Yoga anzugehen, eignen sich entspannende Positionen. Für die meisten Menschen sind das liegende und keine sitzenden Stellungen. Im Fokus der Entspannung liegen vor allem der obere Rücken und der Kopfbereich.

Eine Bauch- und Wechselatmung ist für viele Menschen beruhigend, aber auch Mantras singen entlastet durch die Vibration den Kehlkopf und damit den gesamten Bereich.

Augenübungen helfen zusätzlich, da die Augen ebenfalls durch einen Hirnnerv enerviert sind. Gemeinsam haben alle Übungen eines: Sie lösen den chronischen Druck, der sich über Wochen oder Monate eingestellt hat.

Eine Yogastunde zum Thema Kiefer – darauf kommt es an

Zu Beginn einer Yogastunde steht die Aufklärung. Vermittle deinen Schülerinnen und Schülern praxisnahe Theorie über den Mundbereich, lass sie dabei bewusst spüren: Indem sie die Anspannung wahrnehmen, lernen sie die Muskeln während der Asanas loszulassen.

Lass den Kiefer und seine umliegenden Strukturen mobilisieren – den Gesichtsbereich, die obere Extremität, Schultern und Brust. Ob integriert oder am Ende der Stunde: Entspannungsübungen, Selbstmassage oder Augenübungen machen den Unterschied zwischen Anspannung und Spannung spürbar und erleichtern die Integration in den Alltag.

Vergiss eines nicht: Die Ursache der Probleme rund um den Kiefer liegen im Alltag. Es ist wichtig, die Stressquellen zu finden und anzugehen. Eine entspannte Psyche führt zu einem entspannten Körper.

Podcast "Von der Matte ins Leben"

Du brauchst konkrete Anleitungen der Übungen? Dann höre dir gerne die passende Folge dazu in meinem Podcast zum Thema Kiefer und Yoga an:

Autorin

Gül Ruijter

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