Von der Matte ins Leben

Was ist Yogatherapie? Eine Definition – und Tipps, wie du Yoga gesund unterrichtest

Yogatherapie ist eine angepasste Yoga-Praxis, die Menschen mit Beschwerden unterstützt. Dahinter steckt der Ansatz, mit Yoga die Gesundheit im Alltag der Menschen zu verbessern – es ist eine fundierte, sorgfältige und zuverlässige Basis, die viele Yogalehrerinnen noch nicht kennen und anwenden. Entdecke das Geheimnis von Yogatherapie – und erfahre, warum es sich für Yogalehrerinnen lohnt, therapeutisch zu unterrichten.

Was ist Yogatherapie?

Yogatherapie unterstützt Menschen mit Beschwerden, durch eine angepasste Yogapraxis. Woran denkst du spontan, wenn du diese Beschreibung liest? Viele denken sofort an eine Therapeutin und Patientin, die in einer Einzelsitzung Yoga zur Linderung einer Krankheit praktizieren.

Das ist ein wichtiger Aspekt der Yogatherapie. Doch es ist gleichzeitig nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was wirklich hinter Yogatherapie steckt. Yogatherapie hilft bei bestimmten gesundheitlichen Problemen. Sie nutzt medizinisches Wissen und kombiniert es mit Asana, Atemarbeit und Meditation. 

Für mich ist Yogatherapie aber noch grundlegender:

Yogatherapie bedeutet, mit Yoga das Fühlen, Denken und Handeln der Schülerinnen zu gestalten – und gesundheitliche Schwierigkeiten des Alltags zu lösen.

Erst verstehen, dann unterrichten: Mit Yogatherapie Gesundheit verbessern

Mit Yogatherapie weitet sich unser Blick. Der menschliche Körper, eine Krankheit und ein Symptom werden nicht einzeln betrachtet. Auch der restliche Körper, die Erfahrungen und die alltäglichen Herausforderungen sind Teil des Bildes.

Damit ist Gesundheit nicht die Abwesenheit von Krankheit. Gesund ist, wer seinen Alltag meistern kann. Gesund ist, wer Körper, Geist und seine äußeren Umstände ausbalanciert.

Yogatherapie ist mehr als eine Heilmethode in einer therapeutischen 1:1 Situation. Sie kommt täglich und in unserem Yogaunterricht zum Einsatz. Sie lehrt uns den menschlichen Körper und seine Gesundheit. 

Kurz: Yogatherapie fundiert und strukturiert unseren Yogaunterricht – und vermittelt dadurch Gesundheit an eine Vielzahl von Menschen.

Unterschied Yoga und Yogatherapie

Bevor wir den Unterschied klären, lass uns mit einem Irrglauben aufräumen. Es gibt keine Konkurrenz zwischen Yoga und Yogatherapie. Keines von beiden ist besser oder schlechter, wichtiger oder effizienter. Ganz im Gegenteil. Beide Arten greifen optimal ineinander – ich gehe sogar weiter: Sie gehören zusammen.  

Yoga optimiert die Gesundheit gesunder Menschen: Zumindest in der westlichen Welt ist Yoga ein Lebensstil und ein Stressregulator. Mancherorts verfällt Yoga auch in eine sehr äußerliche Praxis. Mit Yoga ist es aber auch leicht möglich, Menschen eine gesunde Lebensweise zu vermitteln. 

Der yogatherapeutische Ansatz eröffnet dafür noch einen größeren Raum. Yogatherapie ist eine Yoga-Praxis für alle Menschen. Auch Menschen, die im Krankenhausbett liegen, die körperlich eingeschränkt sind – und für die Yogastunden im hippen Innenstadt-Studio eine Qual sind. Es ist eine angepasstere Yoga-Praxis, die dazu dient, Yoga in den Alltag zu integrieren. 

Ich sehe den yogatherapeutische Ansatz nicht als neue Erfindung, er ist kein Zusatz und keine abgetrennte Form des Yoga. Yogatherapie ist die normale Zusammenführung von medizinischem Wissen und der alten Yogapraxis. Sie ist für mich die Grundlage eines gesunden Yogaunterrichts und die Möglichkeit, noch mehr Menschen Gesundheit mitzugeben. 

Muss ich Therapeutin sein, um Yogatherapie anzuwenden

Wenn du Yogatherapie als Heilmethode anbieten möchtest, also ähnlich wie das eingangs beschriebene Bild der Therapeutin und Patientin, musst du in Deutschland Yogalehrerin mit Heilbefugnis sein. Das heißt, du benötigst eine medizinische, heilpraktische oder therapeutische Ausbildung.

Möchtest du allerdings deinen Yogaunterricht medizinisch fundieren, kannst du Yogatherapie für deine Yoga-Klassen als sichere Basis nutzen. Durch diese Grundlage unterstützt du alle Menschen, die Yoga lieben, aber vorhandene gesundheitliche Hürden mit in deinen Unterricht bringen. 

Wie oft standest du schon ratlos vor deinen Yoga-Schülerinnen?

Ich höre immer wieder von Yogalehrerinnen, die sich beim Unterrichten unsicher fühlen. Viele Lehrerinnen fürchten, falsch zu unterrichten und unterrichten dadurch gar nicht mehr. Sie fühlen sich in ihren Yogaklassen nicht kompetent. Manche befürchten sogar, auf dem Markt irrelevant zu sein. Dabei verändert die Zeit auf der Matte unseren Bezug zum Körper und zu unseren Mitmenschen. Wir ermöglichen vielleicht sogar eine neue gesundheitliche Ausrichtung in der Gesellschaft.

Deswegen ist mir so wichtig, dass Yogalehrerinnen sich in ihrem Unterricht wohlfühlen. Das Gefühl, nicht gut genug zu sein, ist eine Angst, die tief in uns verwurzelt ist. Wie wir unterrichten, hat einen großen Einfluss auf das, was wir weitergeben. Überlassen wir unseren Yogaunterricht also nicht dem Zufall. 

Mit dem Wissen aus der Yogatherapie verlierst du die Unsicherheit und Angst. Du schätzt Krankheiten sicher ein, du weißt, wie und warum du die Techniken des Yoga anwendest und auf welche Übungen du lieber verzichtest.

Yogatherapie hilft allen Menschen: Wer atmen kann, der kann auch Yoga praktizieren

Damit gehst du auf jegliche Symptome ein, die deine Schüler:innen beeinträchtigen: Du weißt, wie du dich bei deiner Schülerin mit einer Panikstörung verhältst, welche Problematiken bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten können und worauf du nach Operationen achten musst.

Und auch vorübergehende körperliche Veränderungen, etwa während oder nach einer Schwangerschaft, ordnest du leichter ein. Du leitest Menschen in unterschiedlichen Altersgruppen sicher an und schätzt mögliche Risikofaktoren ein. Deine Yoga-Klassen helfen während emotionaler Krisen, nach Trauer, Gewalt und Verlust. Sie setzen ein bestimmtes Ziel oder bewältigen alltägliche Sorgen und Ängste.

Yogatherapie vermittelt Gesundheit

Wie geht es dir, wenn du diese Worte liest? Für mich ist eines ganz klar: Yogatherapie ist unersetzlich. Mithilfe von Yogatherapie entwickelst du spezielle Angebote für alle Menschen, die Unterstützung benötigen. Du verstehst den menschlichen Körper, seine Gesundheit und sein riesiges Gesundheitspotenzial. Du kennst aber auch die Risiken und die Grenzen der Yogapraxis. Dadurch vermittelst du Yoga und Gesundheit in seiner umfangreichsten Form – und das alltagstauglich, nachhaltig und sicher.

Die wirklichen Grundvoraussetzungen therapeutisches Yoga zu unterrichten

Die wirkliche Voraussetzung, Yoga zu unterrichten, ist das Bedürfnis, Yoga in seiner Tiefe weiterzugeben. Es ist der Vorsatz, Yoga gesundheitsorientiert, fundiert und sicher zu vermitteln. Der Wunsch, selbstbewusst und selbstsicher zu unterrichten.

Yoga in seiner Tiefe weitergeben

Hilfreich ist dabei sicher eine gewisse Offenheit für neue Erfahrungen und Veränderungen. Aber auch eine Offenheit gegenüber alten Überzeugungen: Kennen heißt nicht gleich können. Du darfst dich weiterentwickeln und die alte Yogapraxis für dich nutzen.

Neugierde spielt dabei eine weitere wichtige Rolle. Gehe mit den Augen eines Kindes durch die Welt. Sammle neue Erfahrungen im Yoga, auch wenn du schon deine Grundausbildung absolviert hast. 

Abschließend brauchst du Leidenschaft. Yogatherapie lernst du nicht durch Wissen und Theorie. Nicht das Auswendiglernen der Anatomie und der Krankheitsbilder, verbessert die Qualität deines Unterrichts. Es sind die eigenen Körpererfahrungen, das Spüren und die Umsetzung, die den Unterschied machen und deinen Yogaunterricht verändern.

Eine Yogatherapie-Ausbildung, die dich deinen Schüler:innen näherbringt

Ist dir dieser Ansatz für deinen Unterricht wichtig? Dann ist meine Ausbildung vielleicht genau richtig für dich. Ich habe meine Leidenschaften Yoga und Physiotherapie kombiniert und gebe sie in meiner Yogatherapie-Ausbildung weiter. Es ist die Ausbildung, die ich mir vor 10 Jahren gewünscht hätte und die ich jeder Yogalehrerin wünsche, die ratlos und unsicher Yoga-Klassen unterrichtet.

300 Stunden, die dich als Yogalehrerin wachsen lassen

1. Krankheitsbilder ordnest du zukünftig richtig ein, um zu erkennen, wann Yogatherapie an ihre Grenzen stößt. Dadurch entwickelst du dich zur Expertin und schaffst eine vertrauensvolle Verbindung zu deinen Schülerinnen.

2. Du beherrschst alle Yoga-Techniken. Du verstehst nicht nur, welche Asanas und Atemübungen funktionieren, sondern auch warum sie wirken. Außerdem ergänzt du klassische Asanas mit Übungen aus Physiotherapie und Pilates und unterstützt deine Schülerinnen kompetent.

3. Du liest Körper, ordnest Bewegungen richtig ein und leitest deine Schülerinnen mit Hilfsmitteln gezielt an. Deine Yoga-Stunden baust du strukturiert auf, damit du mit echtem Selbstvertrauen unterrichten und Mehrwert weitergeben kannst. 

4. Am Ende der Ausbildung triffst du dich mit der Gruppe und mir, um gemeinsam 4 Tage Yoga zu üben. Als familiäre Gemeinschaft setzen wir das Gelernte um und unterstützen einander. Dank unserer Anleitungen wirst du neue Körpererfahrungen machen und dich mit deinem Körper auf neue Weise auseinandersetzen.

5. Du bist dir deiner Stärken und Schwächen bewusst und weißt, wie und wo du Unterstützung findest. Gemeinsam finden wir heraus, wie du deinen Wachstums-Prozess weiterführst. Dank Masterclasses mit verschiedenen Expertinnen der Branche erschließt du dir neue Ansichten über berufliche Perspektiven und Disziplinen. Du lernst dich und dein Yoga neu kennen. Du weißt, wer du als Yogalehrerin bist, was du weitergeben möchtest und wie du deine Ziele umsetzt.

12 Monate gemeinsam lernen

Über 12 Monate tauchst du in die Welt der Yogatherapie ein. Dieser Zeitraum ermöglicht dir einen intensiven Austausch mit der Gruppe und mir. Monatliche Live-Calls, fundierte Lerninhalte und persönliche Übungen vermitteln dir dein neues Wissen auf unterschiedlichen Ebenen. Die Ausbildung findet online statt und besteht aus Videos, Audios und Workbooks. Spezielle Yoga-Klassen, Masterclasses und eine integrierte Pilates-Ausbildung transportieren dein neues Wissen in die Praxis.

Computer, Laptop, Tablet und Handy zeigen Ausbildungsinhalte von einer Yogatherapie Ausbildung online
#Podcast-Folge: 300 Stunden Yogatherapie-Ausbildung

Genau deine Wunschausbildung? Dann höre dir gerne meine Podcast-Folge zu meiner 300 Stunden Yogatherapie-Ausbildung an. In dieser spreche ich aus vollem Herzen. Ich erzähle dir meine Beweggründe und gebe einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Yogatherapie. Ich freue mich auf dich.

Fazit

Yogatherapie verbindet traditionelle Yogapraktiken mit dem Wissen unserer modernen Medizin. Obwohl ähnlich, haben Yoga und Yogatherapie unterschiedliche Anwendungen. Yoga konzentriert sich auf das Wohlbefinden und die Optimierung gesunder Menschen. Yogatherapie fördert die Gesundheit aller Menschen: Jeder der atmen kann, kann Yoga praktizieren – mit dem richtigen Ansatz und den individuellen Anpassungen.

Der yogatherapeutische Ansatz konzentriert sich dabei nicht nur auf ein bestimmtes Krankheitsbild, die Heilung und Reduzierung der Krankheit. Im Mittelpunkt stehen der Mensch und seine Lebenssituation, seinen Erfahrungen und alltäglichen Hürden.

Der Fokus liegt auf einer Praxis, die in den Alltag integriert werden kann und den Zustand nachhaltig verbessert. Der yogatherapeutische Ansatz ist die Grundlage für Yogalehrerinnen, die einen sicheren, fundierten und damit unterstützenden Yogaunterricht anbieten wollen.

FAQ

Eine yogatherapeutische Anwendung hilft immer dann, wenn ein Mensch Unterstützung benötigt und immer dann, wenn Körper und Geist aus dem Gleichgewicht geraten. Das können Erkrankungen, Schmerzen oder akute und chronische Symptome sein. Yogatherapie ist aber auch möglich bei körperlichen Veränderungen, bei emotionalen Krisen oder präventiv für Risikopatientinnen.

Yoga praktizieren gesunde Menschen für ihr Wohlergehen. Yogatherapie hingegen ist eine angepasste Yogapraxis, die bestehende Probleme lindert und verbessert. Mithilfe eines yogatherapeutischen Ansatzes erlernen die Menschen eine Yogapraxis, die sie in ihren Alltag integrieren, um mit einer spezifischen Lebenssituation umzugehen.

Yogatherapie ersetzt die Schulmedizin nicht, sie wirkt am effektivsten, wenn sie Hand in Hand mit der Schulmedizin arbeitet. Sie ist eine ergänzende Praxis, die Patienten bei ihren körperlichen und emotionalen Belastungen hilft und bei chronischen Krankheiten unterstützt.

Für alle Yogalehrerinnen, die sich weiterentwickeln, wachsen und wirken wollen. Für alle Frauen und Männer, die den menschlichen Körper mit seiner Gesundheit und mit seinem Gesundheitspotential verstehen wollen. Für Menschen mit dem Wunsch, die Möglichkeiten des Körpers, aber auch die Risiken für Krankheiten und die Wirkung des Yoga kennenzulernen – kurz: Alle, die eine Yogapraxis unterrichten wollen, die nicht am äußeren Erscheinungsbild orientiert ist, sondern daran, wie sich etwas anfühlt.

Wachstum, Entwicklung und tiefes Selbstvertrauen für dich als Yogalehrerin. Mit dieser Ausbildung vermittelst du Menschen Gesundheit. Du weißt, wie du Gesundheit erhältst, verbesserst und vor allem sehr nachhaltig mitgibst.

Yogalehrerin sitzt auf einem Bolster und streckt ihre Beine nach oben. Informationen über Gül Ruijter. Physiotherapeutin

Ich möchte, dass Yogalehrerinnen sich in ihrem Unterricht wohlfühlen.

Ich bin Physiotherapeutin, Yoga- und Pilateslehrerin – und deine Expertin für den menschlichen Körper und Bewegung im Yoga. Meine Mission ist es, dir zu zeigen, wie du gesund und sorgfältig Yoga unterrichtest und praktizierst.

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