Yogalehrerin unterrichtet Frau

Yoga unterrichten: 10 Tipps für Yogalehrer​

Yoga unterrichten: 10 Tipps für Yogalehrer

Yoga glaubwürdig unterrichten: Du hast deine Yogalehrer-Ausbildung absolviert, bildest dich in Seminaren weiter und besuchst Weiterbildungen – dennoch: Die Zweifel als Yogalehrerin nagen in jeder Yoga-Stunde an dir. Es fällt dir schwer bei dir zu bleiben und dich deinen Schülerinnen beim Unterrichten zu zeigen, mit allem, was dich ausmacht – mit deiner Vision, deiner Leidenschaft, deinen Zweifeln und Ängsten? 

Unsere Ansprüche und der Respekt vor unseren Schülerinnen lassen uns oftmals an uns und unseren Yoga-Unterricht zweifeln. Ich verstehe dich und kenne diese Zweifel zu gut. Auf meinem Weg habe ich vieles ausprobiert, vieles auch wieder gehen lassen. Ich verrate dir heute, wie ich als Yogalehrerin meinen eigenen Yogastil gefunden habe und eine Verbindung zu meinen Schülerinnen aufbaue. Mit meinen 10 Tipps möchte ich dich unterstützen, deinen Stil beim Unterricht zu finden und zu zeigen.

1. Verwechslungsgefahr - Erkenne den Unterschied zwischen deiner Praxis und deinem Yoga-Unterricht

Verwechsel nicht das, was du gerne magst und was du in einem Yogakurs gut findest, mit dem, was du gerne und gut unterrichtest. Nur weil du etwas magst, musst du es nicht unterrichten. Wir müssen nicht unsere ursprünglichen Lehrer imitieren.

 

Frage dich, was kannst du an andere Menschen weitergeben? Die größte Qualität bringst du in die Stunde mit dem, was du kannst und bist.

2. Du hältst deine Yogaschülerinnen beim Unterrichten

Pass dich deiner Gruppe an, ohne deinen Stil zu verlieren. Der Kern deines Unterrichtes bleibt konstant, die Hülle darf sich verändern.  Nicht jede Yoga-Stunde musst du neu kreieren und mit außergewöhnlichen Asanas füllen.

 

Variiere mit den Schwierigkeiten deiner Klasse: Du kannst den gleichen Flow mit unterschiedlichen Intensitäten unterrichten, und deinen Unterricht an die Kenntnisse deiner Yoga-Schülerinnen anpassen. 

3. Von der Matte ins Leben - Yoga unterrichten weiter gedacht

Beschränke dich nicht auf dein örtliches Umfeld: Es gibt viele Möglichkeiten, Schülerinnen zu unterrichten und deine Kurse und Workshops anzubieten. Je individueller du wirst, umso größer kann dein Publikum werden, das dein Programm gut findet. Bleibe dabei allerdings geduldig, vieles entwickelt sich auf dem Weg.

Schaust du über den Tellerrand, wirst du Menschen finden, die genau dein Angebot brauchen.

4. Du darfst dir Hilfe beim Unterrichten holen

Hole dir Inspiration für deine Unterrichtsstunden. Inspirationsquellen sind vielseitig: Bücher, Artikel, Blogbeiträge etc., aber auch andere Yogastunden, Sportarten, Menschen und Gespräche. Inspiration gibt es überall. Sie kommt nicht zwangsläufig zu dir. Sei offen, stelle Fragen und besuche z.B. Yogastunden in anderen Städten oder Ländern.

Frage dich: Womit kann ich mich identifizieren, was kann ich mitnehmen? Input hilft uns, den eigenen Stil weiterzuentwickeln.

5. Du zählst in deiner Yoga-Stunde

Bleibe dir treu: Wir verändern uns stetig und mit uns verändert sich unser Unterricht. Lassen wir diese Veränderungen zu, bleiben wir langfristig glaubwürdig.

Durch unsere Yoga-Praxis, auf der Matte und im Leben, lernen wir stets dazu. Wir befinden uns auf einem Weg: Unser Unterricht ist davon nicht ausgeschlossen. Es muss nicht alles so bleiben, weil es schon immer so war. Du musst nichts so unterrichten, weil es schon immer so unterrichtet wurde. 

6. Packe dein Herz beim unterrichten auf den Tisch

Nichts ist ansprechender als echte Menschen: Als Yogalehrerinnen dürfen wir uns zeigen. Wir dürfen sagen, was wir fühlen und unsere Gedanken in unseren Unterricht tragen. Du darfst deine Erwartungen loslassen und du selbst sein. 

7. Sei ehrlich zu dir und deinen Yoga-Schülerinnen

Eine Verbindung zu deinen Yogis entsteht, indem du zu deinen Stärken und Schwächen stehst:  Beschreibe, wie du dich in der Asana fühlst. Was hat gut funktioniert und was weniger? Nimm die Situation an, wie sie ist.

8. Vom Kopf ins Gefühl

Spüre selbst in den Flow hinein, bzw. in deine Klasse, in deine Übung; Verbalisiere, was du gerade in deinem Körper empfindest. Diese Übung unterstützt dich, eine breite Auswahl an Worten oder Bildern für deine Klasse zu kreieren. 

Manchmal hilft es auch, sich in Fehlpositionen zu begeben, um zu üben, wie die Asana angeleitet werden kann. So zeigst du deinen Schülern, dass du verstanden hast, wo sie stehen und unterstützt sie beim Unterrichten.

9. Du leitest die Energie deiner Yoga-Stunde

Lass deine Energie deine Stunde bestimmen: Wenn du wenig Energie hast und einen energetischen Flow unterrichtest, wird dies nicht authentisch sein. 

Auch andersherum wirkt es unnatürlich. Beobachte deine eigenen Bedürfnisse und lehre deinen Schülerinnen, so zu üben, wie es gerade in ihr Tages-Energie-Level passt.

10. Unterrichte deine Yoga-Klassen nach deinen Regeln

Wie können wir authentisch sein, wenn wir uns immer an Regeln halten? Du bist ein Mensch, der anderen Menschen auf unterschiedlichen Ebenen etwas anbietet. 

Wie du das machst oder was du machst, ist dir überlassen. Frage dich immer: Was fühlt sich für mich gerade gut an, was möchte ich in diesem Moment unterrichten?

Podcast "Von der Matte ins Leben"

Du brauchst mehr Inspiration? Höre dir gerne meine Folge zum authentischen Yoga-Unterricht an:

Autorin

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